Eine Ortschaft wehrt sich vehement gegen eine zweite „platzfressende“ und „arbeitsplatzraubende“ Freiflächen-Photovoltaikanlage im Industriegebiet Döllnitz bei Pressath.
Bereits bei der diesjährigen Bürgerversammlung der Stadt Pressath wurde eine mehrseitige Unterschriftenliste, welche nahezu aller Bewohner der Ortschaft Döllnitz unterzeichneten, den anwesenden Mitgliedern des Stadtrates vorgelegt. Darüber hinaus äußerte eine Delegation die wichtigsten Bedenken gegen den Bau einer weiteren Freiflächen-Photovoltaikanlage, jedoch fanden diese Punkte, zum Bedauern der Vertreter, bei den Verantwortlichen kein Gehör oder Verständnis. Soziale Politik sieht in ihren Augen anders aus.
In Hütten ging man mit gutem Beispiel voran und lud alle Interessenten bereits vor der Planungsphase zu einer ausführlichen Informationsveranstaltung ein. Das Bauvorhaben wurde aufgrund der zahlreichen Einsprüche seitens der Öffentlichkeit gestoppt. Ein solches Szenario wollte man vermutlich um jeden Preis in Döllnitz verhindern und stellte die Betroffenen vor vollendete Tatsachen. „Manchmal muss der Nagel mit Kopf durch die Wand geschlagen werden“, so Bürgermeister Konrad Merkel.
Die Betreiber der privaten und selbst finanzierten Fernwärmeleitung sehen die grundlegende Wärmeversorgnung der Ortschaft in Gefahr, welche durch eine umweltfreundliche Biogasanlage sichergestellt wird. Eine mögliche Überproduktion von Strom in diesem Gebiet und die zwangsläufig damit verbundene Abschaltung der Biogasanlage werden somit immer wahrscheinlicher. Bürgermeister Konrad Merkel versicherte zwar auf einer unter Druck der Öffentlichkeit nachträglich einberufenen Veranstaltung, dass eine Abschaltung zu keiner Zeit stattfinden wird. Jedoch liegt selbst nach einen halben Jahr noch kein Schreiben vor, welche diese Behauptung in irgendeiner Art und Weise untermauern könnte.
Ähnlich verhält es sich mit dem Versprechen der umgehenden Bepflanzung der Anlage von „Neue Energien West eG“, welche den Dorfmitgliedern zugesichert wurde, um das Landschaftsbild nicht Vollendens zu zerstören. Eine Verwilderung durch mangelnde Pflege in naher Zukunft ist ebenfalls denkbar. Die Bürger vermuten nun ein ähnliches Vorgehen bei der neuen Anlage direkt im Blickfeld auf die Ortschaft.
Die immer höher steigenden Energiepreise sind auf die, wie Pilze aus dem Boden sprießenden, Photovoltaikanlagen zurückzuführen. Auch in Zukunft werden die Preise empfindlich teurer, wenn dem nicht endlich Einhalt geboten wird. Fälschlicherweise wird behauptet, dass Kraftwerke abgeschaltet werden können, dies ist jedoch nicht der Fall, denn PV Anlagen erzeugen nachts, wie auch bei schlechter Witterung keine Energie. Von einem zuverlässigen Partner in der Versorgung von Haushalten und zur Deckung des Energiebedarfs kann keinesfalls gesprochen werden.
Das Motto „von der Region, für die Region“ wird stets als großer Vorteil angepriesen, dies lassen die Gegner aber nicht gelten. Investoren und Baufirmen haben ihren Sitz in den verschiedensten Teilen Deutschlands und somit werden keine erwirtschafteten Gewinne jemals ihren Weg zurückfinden. Darüber hinaus wurde das Industriegebiet für eine beachtliche Summe, welches zum Teil auch aus Fördergeldern stammt, erschlossen und der Wirtschaft zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz dazu wird nun eine mögliche Ansiedelung neuer Firmen durch die für ein „Butterbrot“ verpachteten Flächen an finanzkräftige Investoren systematisch verhindert.
Leidtragend ist eine ansässige Firma, welche versucht in naher Zukunft zu expandieren, jedoch fehlen hierzu die dringend benötigten Flächen. Wenn es nach den Entscheidungsträgern der Stadt Pressath geht, so soll das Industriegebiet in Richtung der Autoverwertung Dahms erweitert werden. Diese Tatsache und die somit voran gegangene Fehlentscheidung stoßen den betroffenen Grundstücksbesitzern sauer auf und sorgen für weiteren Unmut. „Ein Verkauf oder Tausch der Grundstücke wird nicht mit allen Personen möglich sein“ so die Grundstückbesitzer. Des Weiteren werden sich die Dorfmitglieder stets gegen eine mögliche Erweiterung aussprechen. „Das Leben ist kein Wunschkonzert“, wie Bürgermeister Konrad Merkel bereits bei einer Versammlung so treffend formulierte.












03:38 Uhr am 12.13.2010
Wirklich Nice! Gefaellt mir! Wo ist der Like Button fuer Facebook?
15:02 Uhr am 12.13.2010
Moin Chris,
Respekt, super gemachte Seite.
Sowas kommt raus wenn die Obrigkeit nicht redet oder zuhört. Jetzt ist die Kacke am dampfen.
05:47 Uhr am 12.14.2010
hallo christian, sehr gute seite
auf freiflächen photovoltaik braucht niemand stolz sein
12:18 Uhr am 1.1.2011
So wird nicht nur wertvolles Ackerland zerstört,sondern auch noch 200 Arbeitsplätze!
Wie kann man nur die Natur bzw. die Landschaft mit solch Projekten so häßlich gestalten!
“Super Stadt Pressath,weiter so!”